Schlagwort: Katze

Lungenwürmer bei Hund und Katze

Thema: Lungenwurm bei Hund und Katze. Jetzt im Covetrus Blog lesen.

Das Auftreten von Lungenwürmern unter Hunden und Katzen galt bis vor zwei Jahrzehnten noch vor allem auf endemische Hotspots in Frankreich, England und Dänemark beschränkt. In den vergangenen Jahren finden diese Parasiten allerdings immer weitere Verbreitung und stellen eine Herausforderung in der Kleintierpraxis dar. Neben dem steigenden Infektionsdruck durch die Verbreitung in der Wildtierpopulation (vor allem unter Füchsen) begünstigt der Zugang zu Zwischenwirten durch Freilauf der Hunde und Katzen eine Aufnahme der Parasiten. Darüber hinaus kann ein Befall mit Lungenwürmern über lange Zeit asymptomatisch verlaufen und wird daher oft spät oder gar nicht diagnostiziert. Zieht man in Betracht, dass Lungenwürmer gravierende bis letale pathologische Folgen nach sich ziehen können, die Prognose allerdings bei einer rechtzeitigen Diagnose und Behandlung mit effektiven Anthelminthika sehr gut ist, ist der geschärfte tierärztliche Fokus auf diese Parasiten lohnend.

Angiostrongylus vasorum, Crenosoma vulpis und Aelurostrongylus abstrusus – die häufigsten Lungenwürmer bei Hund und Katze

Unter den vier in Zentraleuropa vorkommenden Lungenwürmern des Hundes sind die beiden Fadenwürmer Angiostrongylus vasorum und Cremosoma vulpis am weitesten verbreitet. Die parasitierenden weiblichen Würmer legen dabei jeweils ihre Eier ab, aus denen sich in der Lunge des Hundes das erste Larvenstadium entwickelt. Dieses wird über die Trachea in den Schlund transportiert, gelangt von dort in den Magen-Darm-Trakt und wird mit dem Kot ausgeschieden. Als Zwischenwirt für eine Entwicklung vom Larvenstadium I zum infektiösen Larvenstadium III dienen Schnecken. Die Hunde infizieren sich entweder durch den Verzehr infizierter Schnecken selbst oder durch eine orale Aufnahme infektiöser Larven etwa durch das Fressen von Gras. Der weitere Infektionsweg der Larven III erfolgt über den Darm des Hundes, die Darmwand, auf dem Blutweg in die Leber und von dort über das Herz in die Lunge.
Unter den Katzen ist Aelurostrongylus abstrusus der am weitesten verbreitete Nematode des Respirationstraktes. Eine Studie unter 4.067 Katzen in der Schweiz ergab dabei im Jahr 2018 eine Prävalenz von 10,7 Prozent. Der Infektionsweg verläuft hierbei äquivalent zu den Lungenwürmern des Hundes mit dem Unterschied der Aufnahme der infektiösen Larven. Während für Aelurostrongylus abstrusus ebenfalls Schnecken als Zwischenwirt fungieren, nehmen Katzen die infektiösen Parasiten vor allem über ihre Beutetiere, Mäuse, Vögel und Frösche, auf, die als paratenische Wirte dienen.

Klinische Symptome einer Lungenwurminfektion

Eine Infektion mit C. vulpis bei Hunden führt zu respiratorischen Symptomen wie Husten, Tachypnoe, Schleimauswurf, Nasenausfluss und Niesen. Das Spektrum der klinischen Symptome einer Infektion mit A. vasorum hingegen ist deutlich breiter, weshalb auch bei nicht respiratorischen Symptomen eine Abklärung auf einen Befall mit Lungenwürmern angezeigt sein kann. Mit A. vasorum infizierte Hunde können gänzlich ohne klinische Symptome bleiben. In den häufigsten Fällen dominieren auch hier respiratorische Anzeichen. Gerade im Fall von chronischen Verläufen können allerdings auch Koagulopathien, Anorexie, Leistungsintoleranz und Störungen des zentralen Nervensystems auftreten. Ein Verschluss der Lungen- oder anderer wichtiger Arterien beziehungsweise eine Herzinsuffizienz kann letale Folgen haben.
Ein Befall der Katze mit Aelurostrongylus abstrusus bleibt in vielen Fällen asymptomatisch. Treten Symptome auf, handelt es sich um respiratorische Beeinträchtigungen, Husten und diffuse Erscheinungen wie Leistungsintoleranz.

Infektionsgefahr für Haustierbesitzer

Die drei Haupt-Lungenwürmer bei Hund und Katze sind für den Menschen ungefährlich. Anders sieht es jedoch beim Lungenhaarwurm (Capillaria aerophila) aus. Dieser kosmopolitische Parasit ist vor allem bei Wildcaniden und Igeln vorzufinden, kann aber in seltenen Fällen auch Haushund und Katze befallen. Auch Infektionen des Menschen sind nicht gänzlich ausgeschlossen. Diese erfolgt über die orale Aufnahme infektiöser Larven, die sich in den Atemwegen etablieren und zu Bronchitis und Husten führen können.

Die Diagnostik von Lungenwürmern

Die gängige Diagnostik von Lungenwürmern erfolgt über die Untersuchung des frischen Kots, aufgrund der unterschiedlichen Ausscheidung der Larven in einer 3-Tages-Sammelprobe im Larven-Auswanderverfahren nach Baermann-Wetzel. Die Larven werden dabei frühestens 40 Tage nach einer erfolgten Infektion im Kot ausgeschieden.
Ebenfalls möglich ist ein Nachweis zirkulierender Antigene und Antikörper mittels ELISA. Für den Aelurostrongylus abstrusus der Katze ist diesem Verfahren dabei eine wachsende Bedeutung beizumessen, da die Ausscheidung der Larven über den Kot früh sistieren kann. Bildgebende Verfahren können darüber hinaus Auskunft über Verlauf und Schweregrad der Infektion geben und eine Behandlung unterstützen.

Behandlung eines Befalls mit Lungenwürmern

Eine Behandlung erfolgt sowohl für C. vulpis als auch A. vasorum mit Anthelminthika aus der Gruppe der makrozyklischen Laktone. Empfohlen wird etwa eine Dosis von 2,5 mg/kg Körpergewicht Moxidectin in einer Spot-On-Behandlung mit einer möglichen Wiederholung nach vier Wochen oder eine Behandlung mit Milbemycinoxim in einer Dosis von 0,5 mg/kg KG einmal wöchentlich über vier Wochen. Diese Präparate sind auch zur Prophylaxe in endemischen Gebieten zugelassen. Wurde der Lungenwurmbefall rechtzeitig diagnostiziert, ist die Prognose in der Regel sehr gut. Treten hochgradige klinische Symptome bzw. Superinfektionen auf, können Antibiotika und Glukokortikoiden die Behandlung unterstützen. Die Diagnose und Behandlung von Lungenwurminfektionen sind in der Kleintierpraxis mit wenig Aufwand verbunden und können dabei effizient weitreichende pathologische Folgen für Hund und Katze verhindern.

Quellen:

https://www.esccap.org/uploads/docs/pa077iig_ESCCAP_2012_Factsheet_Angiostrongylus_d_def_310812.pdf

http://www.esccap.ch/2-uploads/praxis/ESCCAP%20CH_GL%20Endo%20rev_d_def_200415.pdf

https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/35881/2/KleintierKonkret_Schnyder_Berlin_01_07_2010.pdf

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304401719300068?via%3Dihub

https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/93531/1/ZORA_NL_93531.pdf

https://www.esccap.ch/demo/wp-content/uploads/2019/01/ESCCAP-CH_HenrySchein_ToT_MS_Lungenwuermer-bei-Hund-und-Katze_PF_031117.pdf

Weiter zum Artikel Valentinstag: Jeder Fünfte zieht Haustier dem Partner vor

Tipps für einen katzenfreundlichen Tierarztbesuch

Katze in der Tierarztpraxis mit dem Stetoskop - Tipps für eine katzenfreundliche Praxis

Vorbereitungstipps für Katzenhalter, die Ihre Praxis besuchen

Der erste Schritt bei der Vorbereitung eines Katzenbesuchs in Ihrer Praxis ist die Vorbereitung der Katzenbesitzer. Die American Association of Feline Practitioners (AAFP) und die International Society of Feline Medicine (ISFM) gibt Katzenhaltern folgende Tipps:

  • Machen Sie die Katzen mit Transportboxen oder Tragetaschen vertraut.
  • Nehmen Sie etwas mit, das den Geruch von Zuhause trägt (ein Spielzeug oder eine Decke).
  • Proben Sie Besuche und Untersuchungen. Die Verwendung positiver Assoziationen durch Leckereien und ein beruhigendes Lob kann zu gewünschten Reaktionen und Verhaltensweisen führen.
  • Bleiben Sie ruhig. Ihre eigene Angst oder Ihr eigener Stress kann sich auf Ihre Katze übertragen.
  • Informieren Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt im Voraus, wenn Ihre Katze schnell ängstlich oder gestresst reagiert.

Tipps wie Sie Ihre Praxis katzenfreundlich gestalten können

  • Je nach Größe der Praxis können Katzen und Hunde voneinander ferngehalten werden.
  • Schaffung separater Wartebereiche durch Rücken an Rücken gedrehte Sitzgelegenheiten.
  • Ein separater Tisch im Wartezimmer ermöglicht den Katzenbesitzern, ihre Transportboxen und Tragetaschen außerhalb der Sicht von Hunden und anderen Tieren aufzustellen.
  • Ermöglichen Sie den Katzen freie Bewegung in Ihrem Untersuchungsraum während Sie sich mit dem Katzenhalter besprechen.
  • Platzieren Sie kleine Waagen in den Untersuchungsräumen, damit die Katzen den Raum nicht zum Wiegen verlassen müssen.
  • Sie können auch einen mit Doppeltüren ausgestatteten Käfig nutzen, so dass Katzen aus mehreren Winkeln angefasst werden können, was dazu beiträgt, dass sie sich ihnen nicht von vorne nähern müssen.

Quellen:

https://todaysveterinarynurse.com/articles/becoming-a-cat-friendly-practice/
https://www.avma.org/News/JAVMANews/Pages/120301m.aspx
https://www.avma.org/News/JAVMANews/Pages/101101a.aspx
http://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1016/j.jfms.2011.03.012
https://www.catvets.com/cfp/cfp
https://vetsuccess.com/blog/certified-cat-friendly-practice/
https://www.catvets.com/public/PDFs/PracticeGuidelines/NursingCareGLS.pdf

Hunde- und Katzenhaltung im Sommer

Der Sommer ist für die meisten von uns die liebste Jahreszeit. Man genießt das warme Wetter, die Urlaubszeit, macht Ausflüge und geht schwimmen. Eben deshalb ist aber der Sommer für den menschlichen und tierischen Organismus sehr anstrengend, da dieser größeren Anforderungen ausgesetzt wird als in den anderen Jahreszeiten. Wir haben Frau Doktor Markéta Švarcová gefragt, wie wir richtig für unsere Hunde und Katzen sorgen können.

Einen schönen Tag, Frau Doktor. Auf was sollten wir als Tierhalter im Sommer am meisten achtgeben?

Guten Tag auch Ihnen und Ihren Leserinnen und Lesern. Das ist ein umfangreiches Thema. Alles ist vor allem mit den im Sommer herrschenden hohen Temperaturen verbunden. Problematisch wird eigentlich jeder Bereich der Katzen- bzw. Hundehaltung. Anfangen kann man bei der Nahrung und der täglichen Trinkmenge, weiter geht es mit Parasiten bis hin zu Hautbeschwerden.

Gut, gehen wir es der Reihe nach an. Der Frühling hat schon angefangen. Können wir irgendwelche Verhaltensänderungen unserer Tiere in den folgenden Monaten erwarten?

Ja, bestimmt. Vor allem ist die Rolligkeit bei Katzen im Zeitraum ab dem Frühling bis zum Herbst am intensivsten. Es handelt sich um die sog. Photoperiode, also die Reaktion auf die Dauer des Tageslichts. Während der Rolligkeit von im Freien lebenden Katzen ähneln ihre Laute einem weinenden Kind. Für eine Katze, insbesondere eine Hauskatze, ist dies sehr erschöpfend. Und nicht nur für sie, oft auch für die Besitzer. Die im Freien lebenden haben die Tendenz viel herumzustreunen, womit sich das Unfallrisiko (von einem Auto überfahren zu werden) oder das Risiko der Ansteckung mit einer Krankheit erhöht. Es ist wichtig sich ebenfalls bewusst zu werden, dass sich die Rolligkeit ununterbrochen und viele Wochen immer wieder wiederholt.
Ich empfehle allen meinen Klientinnen und Klienten, dass Sie sich aus den oben angeführten Gründen eine Kastration überlegen sollten, sofern Sie keinen Tiernachwuchs planen. In Zukunft beugen sie so auch vielen anderen Unannehmlichkeiten vor.

Weiter erwähnten Sie Hautbeschwerden. Diese kommen in der Sommerzeit sehr häufig vor, nicht wahr?

Stimmt. Gründe gibt es gleich mehrere. Das sehr warme Wetter kann Intertrigo, sog. Hotspots, zur Folge haben. An Stellen mit kleinen Verletzungen, in Hautfalten oder an Hängeohren kommt es zu nässenden Entzündungen. Es handelt sich um Beschwerden, die sehr schnell entstehen und starken Juckreiz verursachen. Häufig tritt dies zum Beispiel nach dem Baden auf. Dieses Problem betrifft vor allem haarige Rassen. Sie erkennen es daran, dass sich das Tier an dieser Stelle häufig kratzt, das Fell ist um die Stelle herum wie mit Honig verklebt, die Haut darunter ist gerötet, verdickt, entzündet und riecht intensiv. In Anbetracht dessen, dass der Entzündungsherd sehr schnell größer wird, empfehle ich eine schnelle erste Hilfe beim Tierarzt. Er rasiert das Fell an der betroffenen Stelle ab und desinfiziert diese. Abhängig vom Umfang der Entzündung empfiehlt er dann eine entsprechende Pflege.

Weitere Hautbeschwerden sind Verbrennungen an den Pfoten. Vermeiden Sie bei hohen Temperaturen das Laufen auf Beton und Asphalt, ebenfalls Vorsicht auf Blech. Hier ist die 5-Sekunden-Regel ideal. Legen Sie Ihre Handfläche auf den Boden des Wegs. Können Sie Ihre Hand für diese 5 Sekunden problemlos auf dem Boden halten, ist er auch für Hundepfoten geeignet.

Achten Sie bei Rassen ohne Fell während des Aufenthalts im Freien auf eine ausreichende Behandlung mit Sonnenschutzmitteln, die einen hohen Lichtschutzfaktor haben.

Wenn wir schon bei großer Hitze angekommen sind. Auf was sollen wir besonders achten?

An erster Stelle muss man sich bewusst sein, dass Hunde und Katzen viel anfälliger für eine Überhitzung sind, da sie nur begrenzt schwitzen können. Wahrscheinlich wird das sehr selbstverständlich klingen, aber in der Praxis erlebe ich leider das Gegenteil, deshalb werde ich diese Grundsätze zur Vermeidung möglicher Beschwerden lieber aufzählen:

  1. Ausreichend sauberes Wasser den ganzen Tag lang. Nehmen Sie auf Ausflüge nicht nur Wasser für sich mit – Vorsicht bei Wasser aus Pfützen, Teichen und ähnlichem.
  2. Hygiene und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln. Das Futter sollte immer frisch sein und im Kühlen gelagert werden. Waschen Sie regelmäßig die Näpfe aus. Vorsicht auch mit Obst, insbesondere bei Steinfrüchten (z. B. können Pfirsichkerne im Verdauungstrakt hängen bleiben). Tückisch kann auch eine Vergiftung durch Pflanzen wie Maiglöckchen, Oleander oder Lilien sein. Katzen spielen gern mit diesen.
  3. Gehen Sie an warmen Tagen lieber am Morgen und am Abend mit Ihrem Hund raus. Schränken Sie während des Tages die Aktivitäten ein.
  4. Im Freien lebende Hunde müssen während des Tages die Möglichkeit haben, sich im Schatten aufzuhalten.
  5. Lassen Sie den Hund niemals im Auto zurück. Sein Organismus kann sehr schnell überhitzen und er kann einen Hitzeschlag bekommen, woran er in der Folge auch sterben kann.
  6. Eine geeignete Vorbeugung ist das Scheren des langen Fells.

Am meisten gefährdet sind Rassen mit einer kurzen Nase (sog. kurzköpfige Rassen), fettleibige, herzkranke oder allgemein kranke Tiere.

Frau Doktor, was ist eigentlich der genaue Unterschied zwischen einem Hitzeschlag und einem Sonnenstich?

Ein Sonnenstich entsteht aufgrund der direkten Sonneneinstrahlung, es kommt zur Überhitzung und folglich Anschwellung des Gehirns. Der Hitzeschlag ist eine Gesamtüberhitzung des Organismus und Dehydration. Die Symptome sind in beiden Fällen ähnlich und gefährden das Leben des Tieres.

Wie erkennt man diesen Zustand und was müssen wir tun?

Das Tier zeigt keinerlei Interesse an Aktivitäten, es hat eine erhöhte Temperatur, einen abwesenden Blick, es ist schwach, desorientiert, es hat eine erhöhte Atem- und Herzfrequenz, einen unsicheren Gang bis hin zu Krämpfen, es übergibt sich und ist nervös. Es müssen sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden, und zwar in Form einer schrittweisen Abkühlung – vor allem der Pfoten und des Kopfes. Wickeln Sie das Tier in ein nasses Handtuch ein, legen Sie es an eine kühle Stelle, idealerweise auf Fliesenboden. Geben Sie ihm zu trinken und lassen Sie es nicht unbeaufsichtigt. Suchen Sie danach unverzüglich tierärztliche Hilfe auf.

Also ist es am besten, den Hund während der warmen Tage regelmäßig abzukühlen und ihm eine Möglichkeit zum Baden zu geben?

Das hängt von Ihrem Hund ab. Sofern er ein Schwimmer ist und Wasser liebt, wird er es sicher mögen. Anderenfalls geht es ihm zu Hause in einem belüfteten Raum oder im Schatten mit ausreichend Wasser besser. Sie können ihm auch Kopf und Rücken mit lauwarmem Wasser übergießen. Gehen Sie nur zu kurzen Spaziergängen mit ihm raus, die ihn nicht erschöpfen.

Zwingen Sie Ihren Hund niemals zum Baden und werfen Sie ihn nicht ins Wasser, er könnte Angst vor Wasser bekommen. Suchen Sie eine flache Stelle mit flachem Ufer. Ins Wasser muss er immer von selbst gehen.

Beachten Sie außerdem eine wichtige Regel: Um einer Entzündung vorzubeugen, wischen Sie dem Hund nach dem Baden gründlich die Ohren aus.

Ist das alles oder haben wir noch etwas Wichtiges vergessen?

Ich denke, es gibt da noch viel mehr. Bezüglich des Aufenthalts in der Natur würde ich gern noch die Problematik der Grassamen oder Grannen erwähnen. Die Gefahr besteht in der pfeilartigen Form dieser, dank welcher sie tief in das Gewebe eindringen und dort Reizungen und Entzündungen verursachen. Am häufigsten sind die Zehenzwischenräume an den Pfoten, lange Ohren, Augen und Haut, aber auch die Augenbindehaut und die Atemwege betroffen. In diesem Fall ist Vorbeugung sehr wichtig. Beschränken Sie lieber den Aufenthalt des Hundes im hohen Gras und untersuchen sie ihn nach dem Spaziergang gründlich. Bei haarigeren Rassen appelliere ich wieder an die Pflege und das Schneiden des Fells. Wenn Sie nach der Rückkehr vom Spaziergang feststellen, dass sich der Hund in die Pfoten beißt und diese leckt, aus der Nase schnaubt, hustet oder ihm die Nase blutet, suchen Sie lieber einen Tierarzt auf.

Das Fell sollte man nach einem Spaziergang auch auf Zecken untersuchen, nicht wahr?

Parasiten sind ein ganzjähriges Problem, das sich natürlich im Frühling und Sommer noch verschärft. Es kommen Zecken, Mücken, Kriebelmücken und andere blutsaugende Insekten hinzu. Sie verursachen lokale Reaktionen und übertragen verschiedene Krankheiten. Hunde und Katzen jagen gern Bienen und Wespen. Kommt es zum Stich, ist es notwendig, den Stachel herauszuziehen und die betroffene Stelle zu kühlen. Wenn Ihnen irgendetwas seltsam vorkommt, suchen Sie wieder den Arzt auf. Das Tier kann, so wie der Mensch, allergisch auf einen Stich reagieren. Insgesamt ist das Parasitenproblem sehr umfangreich und wichtig ist dabei die Vorbeugung, also eine Behandlung mit sog. Antiparasitika.

Quelle:
https://www.mojecalibra.cz/aktuality-firmy/pece-psa-kocku-lete/