Valentinstag: Jeder Fünfte zieht Haustier dem Partner vor

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Hundewiese statt Sterne-Restaurant, Schnurren statt Liebesschwüre: Jeder Fünfte verbringt den Valentinstag lieber mit seinem Haustier als mit seinem Partner. Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kam eine gemeinsame Umfrage von Reuters und Ipsos, die in 23 Ländern durchgeführt wurde. Rund 21 Prozent der 24.000 Befragten entschieden sich für das Haustier, Frauen und Männer gleichermaßen. Keine gute Bilanz für den Zweibeiner. Ob mit Fell, Federn oder Schuppen – tierische Lebenspartner stehen am 14. Februar anscheinend weltweit hoch im Kurs. Die Türkei zeigt sich besonders tierfreundlich, die romantisch veranlagten Franzosen bilden hingegen das Schlusslicht. Sie können sich für die Idee eines tierischen Valentinstags-Partners so gar nicht erwärmen. Bei den Umfrageergebnissen spielt die Geografie allerdings keine so bedeutende Rolle. Weitaus größeren Einfluss auf die Entscheidung, ob man mit Mensch oder Tier den Valentinstag verbringen möchte, haben Alter und Einkommen.

Valentinstag: Jeder Fünfte zieht Haustier dem Partner vor

In der gemeinsamen Umfrage von Reuters und Ipsos wurden 24.000 Erwachsene in 23 Ländern gefragt, ob sie lieber mit ihrem Haustier oder ihrem Partner den Valentinstag verbringen möchten. Das Ergebnis ist überraschend: Ein Fünftel der Befragten entschied sich für ein tierisches Date am Valentinstag. An der Spitze liegt die Türkei. Hier scheint die Liebe zum Tier besonders groß zu sein, immerhin entschieden sich beachtliche 49 Prozent für ihren tierischen Partner – dicht gefolgt von Indien mit 41 Prozent, Japan mit 30 Prozent und China mit 29 Prozent. In den USA, dem Land, das den Valentinstag zelebriert wie kaum ein anderes, bevorzugten immerhin 27 Prozent das tierische Date, in Australien waren es 25 Prozent.
In Deutschland haben zwischenmenschliche Gefühle am Tag der Liebe immerhin noch eine Chance: Nur 14 Prozent der Befragten wählten ihr Haustier als Valentinstags-Begleiter. Noch romantischer geht es in Frankreich zu, hier entschieden sich gerade mal 10 Prozent für den tierischen Partner, in Mexiko waren es 11 Prozent und in den Niederlanden und Ungarn jeweils 12 Prozent.

Die Unterschiede zwischen den Ländern waren weniger gravierend, als Sie bei diesen Ergebnissen jetzt vielleicht vermuten. Tatsächlich spielen Einkommen und Alter eine wesentlich größere Rolle, wenn es heißt: „Be my Valentine“. Bei den unter 35-Jährigen entschieden sich 25 Prozent für ihr Haustier, bei den 35- bis 54-Jährigen waren es noch 18 Prozent und bei den Befragten, die älter als 55 Jahre waren, waren es sogar nur noch 14 Prozent. Bei den Befragten mit geringerem Einkommen entschieden sich 24 Prozent dafür, mit ihrem Haustier den Tag der Liebe zu feiern, bei den Teilnehmern mit mittlerem bis höherem Einkommen waren es 20 Prozent.

Tierischer Tag der Liebe

Ein Fünftel der Befragten in aller Welt verbringt den Valentinstag also lieber mit dem Haustier als mit dem Partner. Warum das so ist, ist aus den Umfrageergebnissen leider nicht ersichtlich, denn danach wurde nicht gefragt. Doch was steckt überhaupt hinter dem Hype an diesem Tag der Liebe? Die Historie des Valentinstags, der eigentlich der Tag des heiligen Valentin ist, zeigt, dass der 14. Februar keine Erfindung der Süßigkeiten- und Blumenindustrie ist. Der Valentinstag wird in England und Frankreich bereits seit Ende des 14. Jahrhunderts als Fest der Jugend und Liebe gefeiert. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden an dem Tag Liebesgrüße ausgetauscht, gerne als Karte mit Bildern oder Gedichten. Der romantische Brauch fand in der Welt schnell Anklang – vor allem in den USA.

Der amerikanische Schokoladenhersteller Cadbury’s zeigte sich besonders geschäftstüchtig und brachte 1868 herzförmige Pralinenschachteln auf den Markt – das perfekte Valentinstagspräsent. Damit läutete das Unternehmen eine neue Ära des Konsums ein. Heute ist der 14. Februar für Kritiker ein (Geld-) Segen für die Geschenkeindustrie, für Romantiker ist es der Tag der Liebe schlechthin. In Deutschland ist der Valentinstag nicht kulturell verwurzelt und brauchte daher recht lange, um sich zu etablieren. Aber mittlerweile hat der Valentinstag auch bei uns immer mehr Fans, wie eine Umfrage des Instituts Statista von 2018 zeigt: Demnach planten 58,2 Prozent der befragten Männer und 50,8 Prozent der Frauen, zum Valentinstag etwas zu verschenken und dafür durchschnittlich 50 Euro auszugeben.
Vielleicht ist der Konsumdruck der Grund, warum viele Menschen den 14. Februar lieber mit dem Haustier verbringen als mit dem Partner. Das Tier stellt keine Forderungen, freut sich über Streicheleinheiten und möchte weder Geschenke noch Restaurantbesuche. Von Bello, Mietze und Co. wird man eben bedingungslos geliebt!

Mensch-Tier-Beziehung: Tatsächlich Liebe?

Werden Haustierbesitzer gefragt, was sie an ihren Tieren besonders schätzen, antworten viele, dass es ihre Gesellschaft sei. Doch die Verbindung geht noch weit darüber hinaus, das fanden Forscher 2014 am Massachusetts General Hospital in Boston heraus. Sie haben die Hirnaktivität von 14 Müttern mittels funktioneller Magnetresonanztomografie gemessen. Dabei wurden Frauen Fotos von Kindern und Hunden gezeigt, von den eigenen und auch von fremden. Das Ergebnis: Es zeigen sich beim Betrachten der eigenen Kinder und Hunde ähnliche Hirnaktivitätsmuster. Fotos von fremden Zwei- oder Vierbeinern lösten eine ganz andere Hirnaktivität aus. Fazit: Die eigenen Haustiere wecken mütterliche Gefühle und das Bedürfnis, sich zu kümmern.

Haustiere: Partner für Körper und Seele

Zahlreiche Studien belegen: Haustiere sind gesund. Sie senken den Blutdruck und die Cholesterinwerte. Hunde reduzieren zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie einen bei Wind und Wetter nach draußen zwingen. Das stärkt das Immunsystem, bringt den Stoffwechsel auf Trab und bekämpft Übergewicht.

Doch nicht nur die körperliche Gesundheit profitiert von einem Haustier, auch die Psyche wird durch einen tierischen Partner gestärkt. Tiere sind nicht nur natürliche Stresssenker, sie können in einer belastenden Situation auch unterstützend wirken: US-Forscher der State University of New York in Buffalo führten eine Untersuchung mit 240 Paaren mit Haustier und ohne Haustier durch. Die Teilnehmer mussten schwierige Aufgaben unter Zeitdruck erledigen. Dabei waren sie zunächst alleine, danach in Gesellschaft des Partners, anschließend nur im Beisein des Hundes und zum Schluss in Anwesenheit von Partner und Hund. Das Ergebnis: Die Probanden waren am wenigsten gestresst, wenn das Haustier zugegen war. Die Anwesenheit des Partners ohne Hund hingegen hat das Stresslevel deutlich weniger positiv beeinflusst. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum jeder Fünfte am Tag der Liebe seinem Haustier den Vorzug gibt.

Quellen:

https://www.reuters.com/article/oukoe-uk-poll-pets-valentines-life-idAFTRE61716R20100208
https://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article205246543/Valentinstag-2020-Alle-was-man-zum-Tag-der-Liebe-wissen-muss.html
https://pepper.pr.co/163611-studie-zum-valentinstag-zeigt-so-schenken-die-deutschen
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/5-wirtschaftliche-fakten-zum-valentinstag
https://news.harvard.edu/gazette/story/2014/10/mothers-brains-show-similar-responses-to-her-baby-and-her-dog/
http://www.buffalo.edu/news/releases/1996/03/3481.html

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